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Akku-Geräte

Akku-Gartengeräte in die neue Saison bringen: Mein Tipp als Fachmann

Akkus brauchen Pflege – besonders nach dem Winter

Der Frühling ist da, die Gartensaison beginnt – und viele greifen jetzt erstmals wieder zu ihren Akku-Gartengeräten. Akkusäge, Akku-Rasenmäher, Akku-Heckenschere: Diese Geräte sind praktisch, leise und leistungsstark. Aber Akkus sind empfindlich, wenn man sie falsch behandelt – besonders nach einem Winter im kalten Geräteschuppen.

Ich bin Robert Hecht von Hecht Gartentechnik. Als autorisierter Fachhändler für STIHL und Husqvarna arbeiten wir täglich mit Akkusystemen – ich weiß, wie man sie richtig pflegt und was Akkus kaputt macht.

Was der Winter mit Akkus macht

Moderne Lithium-Ionen-Akkus – egal ob im STIHL AP-System oder im Husqvarna BLi-System – mögen keine Kälte. Unter 0°C sinkt die Kapazität deutlich. Das ist zunächst reversibel: Wenn der Akku auf Zimmertemperatur aufgewärmt wird, erholt er sich meist wieder.

Problematisch wird es, wenn Akkus dauerhaft bei Minusgraden gelagert wurden oder im Winter vollständig entladen sind. Ein tiefentladener Lithium-Akku kann dauerhaft Schaden nehmen.

Was ihr jetzt prüfen solltet:

  • Lässt sich der Akku überhaupt noch laden? Manche Akkus schalten sich bei zu tiefer Entladung in einen Schutzschlaf – ein gutes Ladegerät weckt sie oft wieder.
  • Wie lange hält der Akku unter Last? Deutlich kürzere Laufzeiten als im Vorjahr deuten auf Kapazitätsverlust hin.
  • Gibt es sichtbare Beschädigungen am Gehäuse? Risse oder Verformungen – Akku sofort außer Betrieb nehmen.

STIHL AP-System: Was ihr wissen solltet

Das STIHL AKU-System ist ein offenes Akkusystem – ein Akku passt in alle kompatiblen STIHL Akku-Geräte. Das ist ein riesiger Vorteil, wenn ihr mehrere Geräte habt. Die Akkus in verschiedenen Größen (AP 100, AP 200, AP 300, AP 500) lassen sich untereinander tauschen.

Für den Frühling gilt: Akkus vollständig aufladen, bevor ihr sie einsetzt. Das Ladegerät AL 301 beispielsweise zeigt euch den Ladestand an – wartet bis die grüne LED leuchtet.

Husqvarna BLi-System: Flexibel und leistungsstark

Husqvarna setzt beim BLi-X-System auf 36 Volt – sowohl für leichte Tauschakkus als auch für die großen Rucksackakkus bei professionellen Anwendungen. Auch hier gilt: Akku vor Saisonbeginn vollständig laden und kurz belasten – so könnt ihr die Kapazität selbst einschätzen.

Tipps für eine lange Akkulebensdauer

Was ich meinen Kunden immer mitgebe:

  • Nicht tiefentladen: Gebt eure Akkus spätestens bei 20% Restladung ans Ladegerät
  • Nicht heiß lagern: Direkte Sonneneinstrahlung und hohe Temperaturen schaden Akkus dauerhaft – also nicht im heißen Auto liegen lassen
  • Über Winter richtig lagern: 30–50% Ladezustand, bei Temperaturen zwischen 10 und 20°C
  • Originale Ladegeräte verwenden: Billige Nachbauten schaden dem Akku mittelfristig – das ist kein Marketing, das ist Erfahrung

Wenn der Akku nicht mehr zu retten ist

Manchmal ist ein Akku nach einem langen Winter einfach am Ende – das ist nicht schön, aber normal nach mehreren Saisons. Bringt den Akku zu uns: Wir können ihn testen, einschätzen ob eine Reparatur sinnvoll ist, und falls nicht – fachgerecht entsorgen. Lithium-Akkus gehören nie in den Hausmüll.

Kurz zusammengefasst

  • ✓ Akkus auf Zimmertemperatur bringen und vollständig laden
  • ✓ Laufzeit testen – deutlich kürzer als Vorjahr? Akku prüfen lassen
  • ✓ Sichtprüfung auf Beschädigungen
  • ✓ Nie tiefentladen, nie heiß lagern
  • ✓ Defekte Akkus fachgerecht entsorgen – nicht in den Hausmüll

Ihr habt Fragen zu euren STIHL oder Husqvarna Akkus? Oder wollt einen Akku testen lassen? Kommt vorbei oder schreibt uns – wir helfen euch gerne weiter.

Robert Hecht, Hecht Gartentechnik – Euer Akku-Experte seit 2010

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